Kupfer ist als Industriemetall heiß begehrt. Der Preis hat in den letzten zwölf Monaten an der London Metal Exchange um rund 50 Prozent zugelegt. Der Grund liegt darin, dass Kupfer im KI-Zeitalter mehr und mehr benötigt wird. Schließlich ist Kupfer wichtiger Bestandteil in Kabeln, Transformatoren, Leiterplatten etc. Auch Amazon braucht immense Massen an Kupfer zum Ausbau seiner KI-Infrastruktur. Daher ist Amazon nun eine strategische Allianz mit unserem Rohstoff-Multi Rio Tinto eingegangen. Dadurch sichert sich Amazon die Kupferproduktion aus einer Mine in Arizona. Attraktiv ist dabei nicht allein die Rohstoffversorgung, sondern auch das Verfahren, mit dem dort Kupfer gewonnen wird. Dieses setzt nämlich darauf, dass weniger CO2 und Wasser verbraucht werden als bei bisherigen Methoden.
Fazit: Amazon sichert sich die Kupfer-Versorgung, Rio Tinto wird andererseits neuer Amazon-Cloud-Kunde (AWS) und kann durch diverse KI-Anwendungen und Tools die Kupfergewinnung noch effizienter gestalten. Eine Win-Win-Situation für beide Parteien. Die Rohstoffsicherheit ist für Amazons Wachstumsstrategie essentiell. Schließlich dürfte die weltweite Kupfernachfrage bis 2020 um bis zu 50 Prozent steigen, bei zunehmend knapperem Angebot. Da ist es wichtig, die Kontrolle über wichtige Rohstoffe zu haben. Mit einem globalen Marktanteil von rund 29 Prozent am Cloud-Infrastrukturmarkt hat Amazon weiterhin die Nase vorn - und das soll auch in Zukunft so bleiben.