Mitte August beherrschte Meta, der Konzern hinter Facebook, WhatsApp und Instagram, die Schlagzeilen, da vier US-Bundesstaaten Meta suchtfördernde Praktiken bei Jugendlichen vorwarfen und bis zu 1,4 Bio. US-Dollar an Schadenersatz forderten. Daraufhin haben sich auch einige IAC-Kunden aufgeschreckt an uns gewandt und gefragt, ob das nun das Ende von Meta bedeutet. Dass unser damaliger Rat zur Besonnenheit richtig war, zeigt sich jetzt.
Meta hat sich diesbezgl. mit nahezu allen US-Bundesstaaten auf einen wegweisenden Vergleich geeinigt. Meta verpflichtet sich zu Zahlungen von bis zu 17,1 Milliarden US-Dollar über mehrere Jahre und zu umfangreichen Änderungen seiner Plattformen. Dazu zählen strengere Alterskontrollen, bessere Elternfunktionen, Nutzungslimits sowie Einschränkungen bestimmter Funktionen für Minderjährige.
Für unseren Social-Media-Konzern ist die finanzielle Größenordnung beträchtlich, angesichts der enormen Ertrags- und Cashflow-Stärke des Konzerns aber verkraftbar. Wichtiger ist die strategische Wirkung: Ein schwer kalkulierbares Rechtsrisiko wird ausgeräumt und Meta erhält klarere Rahmenbedingungen für den Umgang mit jungen Nutzern. Zudem könnten die vereinbarten Schutzstandards zum Vorbild für die gesamte Social-Media-Branche werden.
Fazit: Die noch vor zwei Wochen kolportierten 1,4 Billionen wurden um rund 99 Prozent auf "nur" noch 17 Milliarden US-Dollar zusammengestrichen. Keine Frage: 17 Milliarden US-Dollar sind kein Pappenstiel. Dennoch überwiegt aus Anlegersicht die gewonnene Rechtssicherheit. Unsere Meta kann einen großen Altstreit abhaken und den Fokus wieder stärker auf KI, Werbung und die Weiterentwicklung ihrer Plattformen richten.