Börse im Trump-Chaos 28.04.2025
Wer hätte das gedacht? Noch Ende 2024 honorierte die Börse die Wiederwahl von Donald Trump mit starken Kursgewinnen. Allein in den ersten 4 Wochen nach der Trump-Wahl legte die US-Börse rund 10% zu, die 7 bedeutendsten US-Big-Tech-Aktien rund um Apple, Microsoft und Nvidia stiegen gar um 25%. Die Tesla-Aktie von Trump-Kumpel Elon Musk verdoppelte sich sogar glatt. Unter Trump würde Bürokratie abgebaut, die Kraft der Märkte entfesselt und die US-Wirtschaft zu außerordentlicher Stärke emporsteigen, so die Begründung. „Make Amerika great again“ würde zur Realität, so die damalige Einschätzung der Börse. Anleger, die daraus nicht die logische Konsequenz zogen und ihr Depot so stark wie möglich in US-Aktien umschichteten, schienen die Welt nicht verstanden zu haben.
Seit Amtsübernahme am 20. Januar 2025 ist die Welt allerdings plötzlich eine andere: Das Zurückschneiden des Staates eskaliert zu einem Bürokratieabbau-Kettensägenmassaker, der Rückzug der USA aus internationalen Institutionen schafft Führungslosigkeit in der Welt, die Drohung einer Grönland- und Panama-Kanal-Annektierung bringt Verunsicherung. Ebenso der Selenskyj-Rauswurf aus dem Weißen Haus und die vermeintliche Verbrüderung Trumps mit Putin. Richtig chaotisch aber wurde es erst ab dem 02. April, Trumps „Liberation-Day“: An diesem Tag, so Trump, ginge es ihm darum, die USA vom jahrzehntelangen Joch unfairer Praktiken seiner Handelspartner zu befreien, von Plünderung über Raub bis hin Vergewaltigung des gesamten Landes. Trumps Antwort: 10% Zoll für alle, 25% für die EU, für China erst 54%, dann 125% und letztlich 145%. Alles innerhalb weniger Tage und auf alle Güter, versteht sich - bzw. dann doch wieder erst in 90 Tagen und nicht auf alle Güter. Und vielleicht findet man ja doch noch eine Einigung. Kommen Sie da noch mit? Falls nicht, keine Sorge, die Börse auch nicht.
Ähnlich chaotisch, wie die tägliche Nachrichtenlage unter Trump verhalten sich folglich auch die Kurse. Die tauchten nach dem Lostreten des Zollstreits erst dramatisch ab, erholten sich dann aber mit dem Zurückrudern Trumps auch teilweise schon wieder. Dennoch bleibt unter dem Strich verglichen mit der Euphorie in den vier Wochen nach der Trump-Wahl seit seinem Amtsantritt am 20. Januar ein um 180-Grad gekehrtes Bild: Seither liegen US-Aktien fast 20% im Minus, die plötzlich gar nicht mehr so glorreichen sieben führenden US-Big-Techs gar fast 30%. Und die zuvor verdoppelte Tesla-Aktie hat sich seither wieder halbiert.
Wie nun sollen Anleger auf dieses Trump´sche Politik-, Zoll- und Börsen-Chaos reagieren? Meine Antwort darauf kennen Sie vermutlich: Ruhig bleiben! Lassen Sie sich von der sprunghaften Veränderung der Nachrichtenlage ebenso wenig zu plötzlichen Impulshandlungen verleiten, wie von den aktuellen Kurssprüngen. Klar, jede Krise fühlt sich an, als wäre sie die Schlimmste oder zumindest völlig anders, als alles bisher Erlebte. Fakt aber ist: Die Geschichte der Börse, der Wirtschaft und der gesamten Menschheit ist eine Aneinanderreihung von Krisen - von (Welt-)Kriegen über Staatspleiten bis hin zu Pandemien. Doch bislang haben Menschheit, Wirtschaft und Börse noch alle Krisen überlebt. Trump mag derzeit einiges in der Welt verändern, was er aber nicht verändern wird ist, dass Unternehmen sich mittelfristig an neue Bedingungen anpassen, um zu prosperieren. Folglich wird auch die Börse in Zukunft allen Krisen zum Trotz langfristig weiter steigen.


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