Rekord-Investitionen in KI 28.08.2025
Sind Sie auch KI-Fan? Für mich ist ChatGPT mittlerweile Anwalt, Steuerberater, Reiseführer und Ernährungscoach in einem. Bald kann ich dank KI sogar direkt mit meinen Emails und Dateien chatten. Dann heißt es morgens im Auto auf dem Weg zur Arbeit: „ChatGPT, bitte lies mir meine Emails vor“. Und wenn ich am Zielflughafen ohne Gepäck dastehe: „ChatGPT, bin ich eigentlich gegen Kofferverlust versichert?“. Die KI durchforstet in Sekunden meine persönliche Dateiablage und liefert die Antwort – gefunden vermutlich auf Seite 136 der Versicherungsbedingungen.
Sie sehen: Als Nutzer bin ich begeisterter KI-Fan. Als Investor hingegen bleibe ich skeptisch, wenn es um KI-Aktien geht. Der Grund: Künstliche Intelligenz braucht enorme Rechenleistung. Um diese bereitzustellen, liefern sich die großen Tech-Konzerne ein historisches Investitionswettrennen. Denn nur, wer seinen Kunden heute eine schnelle, leistungsfähige KI bieten kann, sichert sich morgen einen guten Platz für das erhoffte Milliardengeschäft. Noch aber verdienen die Tech-Konzerne mit KI kaum Geld. Das ist bislang kein Problem – schließlich sind die Investitionen erst einmal gewinn- und kostenneutral. Bilanziell gesehen tauschen die Tech-Konzerne ihre über die letzten Jahre gut gefüllten Kriegskassen lediglich gegen KI-Rechenzentren ein. Das ist vergleichbar mit einem Immobilienkauf: Wer 500.000 Euro vom Konto nimmt und dafür eine Wohnung kauft, ist damit erstmal weder reicher noch ärmer. Entscheidend ist, was die Investition in den Folgejahren abwirft – und wie sich ihr Wert entwickelt.
Beim Wohnungskauf stehen den Mieteinnahmen die laufenden Kosten für Verwaltung und Erhalt der Immobilie gegenüber. Bei einem KI-Rechenzentrum hingegen stehen die erhofften Umsätze aus der Vermietung der Rechenkapazität den laufenden Kosten für Betrieb samt Stromversorgung gegenüber. So weit, so klar, so ähnlich. Doch es gibt einen gravierenden Unterschied, und der liegt im Investitionsobjekt selbst: Immobilien sind in der Regel wertstabil, langfristig meist sogar wertsteigernd. Ein KI-Rechenzentrum hingegen? Dessen heute hochmoderne und aufgrund der hohen Nachfrage astronomisch teuren Chips dürften in zehn Jahren ziemlich veraltet sein und damit nur noch einen Bruchteil ihres heutigen Investitionswertes haben. Glauben Sie nicht? Dann versuchen Sie mal, Ihren 10 Jahre alten Laptop bei Ebay zu verkaufen. Genau hier liegt die Crux: Die Rekord-Investitionen der Tech-Konzerne von heute sind die Rekord-Abschreibungen von morgen.
Die Gretchenfrage lautet also: Werden die zukünftigen Einnahmen aus den milliardenteuren neuen KI-Rechenzentren ausreichen, um die laufenden Kosten samt der zu erwartenden erheblichen Wertverluste auszugleichen – und darüber hinaus Gewinne zu erwirtschaften? Nur dann wäre es ein gutes Geschäft. Andernfalls könnte sich das aktuelle Investitionswettrennen für die beteiligten Tech-Konzerne rund um Microsoft, Alphabet, Meta, Apple, Amazon & Co. als Rekord-Investitionsgrab herausstellen. Denn eine Logik hat sich trotz künstlicher Intelligenz nicht verändert: Rekord-Euphorie führt zu Rekord-Investitionen führt zu Rekord-Abschreibungen führt zu Rekord-Gewinnrisiken – und an der Börse in der Folge nicht selten zu Rekord-Enttäuschungen und damit zu Rekord-Kursverlusten.
Fazit: KI könnte die wichtigste Entwicklung seit der industriellen Revolution sein, oder seit Erfindung des Internets – doch auch diese beiden Entwicklungen gingen zeitweise mit zu großer Euphorie einher und endeten in einem großen Verlust für Anleger.


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