Glaskugel vs. Menschenverstand 29.12.2025
2025 liegt so gut wie hinter uns, die Bücher sind fast geschlossen. Der Jahreswechsel ist nicht nur Zeit für den Rückblick, sondern auch Hochsaison für Prognosen. Analysten, Ökonomen und Marktstrategen überschlagen sich mit Ausblicken und Kurszielen. Doch der Blick in die sprichwörtliche Glaskugel ist leider nur rückblickend wirklich klar. So startete die Börse Anfang 2025 mit einem wahren Kursfeuerwerk für europäische, allen voran deutsche Aktien. Der Regierungswechsel in Deutschland und zeitnah angekündigte billionenschwere Investitionsprogramme ließen DAX und EuroStoxx bis Ende Februar zweistellig steigen. Gleichzeitig verlor die im Jahr 2024 noch bärenstarke US-Börse spürbar an Schwung. Als Donald Trump Anfang April dann noch seinen „Liberation Day“ feierte und der Welt einen Zollkrieg verkündete, brachen die Dämme: Die bis dahin gefeierten Tech- und KI-Aktien – die „Magnificent Seven“ – stürzten um mehr als 30 % ab und rissen die großen US-Indizes mit nach unten.
In der zweiten Jahreshälfte folgte erneut eine 180-Grad-Wende: Der im ersten Quartal mit Vorschusslorbeeren bedachte DAX trat die letzten 7 Monate auf der Stelle und beendete 2025 in etwa auf dem Niveau, das er bereits im Mai erreicht hatte. Die im ersten Halbjahr abgestürzte US-Börse hingegen startete im zweiten Halbjahr eine beeindruckende Aufholjagd und schloss das Jahr klar zweistellig im Plus. Für Euro-Anleger blieb davon wegen des schwachen US-Dollars allerdings kaum etwas übrig. Europäische Aktien hingegen brachten klar zweistellige Gewinne. Für international investierende Anleger wie uns im IAC endete das Jahr ebenfalls mit einem deutlich zweistelligen Plus – und damit mehr als zufriedenstellend. Zumal klassische Geldanlagen 2025 kaum Rendite lieferten: Die Zinsen sind seit Längerem wieder auf dem Rückzug, Bankkonten bieten im Durchschnitt nur noch rund 1,7% - Lebensversicherungen nach Kosten oft noch weniger. Und der Immobilienmarkt? Nach den Preisrückgängen der Vorjahre fand er 2025 zwar einen Boden, nennenswerte Wertzuwächse gab es jedoch nicht.
Soweit der Rückblick. Beim Blick nach vorn wird die Glaskugel da schon deutlich nebliger: Setzt sich die Erholung der KI-Aktien 2026 fort oder geraten sie erneut unter Druck? Wandert die KI-Fantasie von den heutigen Anbietern zu den zukünftigen Nutzern und damit Profiteuren der Technologie? Fallen die Zinsen weiter und machen Sparern das Leben schwer? Oder steigen sie wieder und sorgen für einen weiteren Preisrutsch bei Immobilien? Fragen über Fragen, auf die auch die beste Glaskugel keine verlässlichen Antworten liefert. Das braucht es aber auch gar nicht. Es reicht ein Blick auf das Erfolgsrezept der Super-Reichen.
Wer verstehen will, warum deren Vermögen weltweit seit Jahrzehnten schneller wächst als der Durchschnitt, findet eine einfache Antwort: Sie investieren den Großteil ihres Vermögens dauerhaft in Aktien erstklassiger Unternehmen. Ob Elon Musk (Tesla), Larry Page und Sergey Brin (Alphabet), Larry Ellison (Oracle), Mark Zuckerberg (Meta), Bernard Arnault (LVMH), Bill Gates und Steve Ballmer (Microsoft) oder Warren Buffett mit Berkshire, Apple und Coca-Cola – ausnahmslos alle Vertreter der Liste der reichsten Menschen der Welt halten Beteiligungen an Qualitätsunternehmen und werden damit seit Jahrzehnten immer reicher. Dass sich daran auch in Zukunft wenig ändern wird, muss einem keine Glaskugel verraten. Welchen Schluss man daraus für seine eigene Geldanlage in 2026 und darüber hinaus ziehen sollte, ebenfalls nicht – das verrät einem der gesunde Menschenverstand.


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Mit einem Plus von fast 14% erzielte unser IAC-Club-Fonds im zurückliegenden Jahr 2025 ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis. Unsere Freude darüber ist umso größer, weil das Börsenjahr für heimische bzw. Euro-Anleger ansonsten eher durchwachsen war. Zwar legten die Kurse europäischer Blue-Chips gezogen von den deutschen DAX-Titeln ebenfalls klar zweistellig zu.
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