Itzehoer Aktien Club

Itzehoer Aktien Club

Aktiv-Rente oder Aktien-Rente? 28.01.2026

Aktivrente-AktienrenteEs hat sich herumgesprochen: Wir Deutschen arbeiten zu wenig. Mit durchschnittlich 34,8 Stunden Wochenarbeitszeit rangiert Deutschland im EU-Vergleich auf dem drittletzten Platz aller 27 Mitgliedsstaaten. Nur Dänen und Niederländer gehen es noch gemütlicher an. An der Spitze der Fleiß-Liste stehen mit durchschnittlich 41 Wochenstunden ausgerechnet die Griechen – jene Nation, die noch vor 15 Jahren als Problemfall der Euro-Zone galt und der damals gern eine gewisse Tsirtaki-Mentalität unterstellt wurde: erst feiern, dann arbeiten.

Heute zeigt sich ein anderes Bild: Griechenland hat sich nicht nur bei der Arbeitszeit, sondern auch beim Wirtschaftswachstum vom Nachsitzer zum Musterschüler gemausert. Das Leistungsprinzip funktioniert also: Wer sich (wieder) nach oben arbeiten will, muss die Ärmel hochkrempeln und ranklotzen. So sieht das auch Kanzler Merz. Sein Plan, Deutschland aus der wirtschaftlichen Krise zu führen, setzt unter anderem darauf, die gesamtwirtschaftlich geleistete Arbeitszeit zu erhöhen. Dazu sollen auch Rentner wieder stärker in Arbeit eingebunden werden – Stichwort „Aktiv-Rente“. Seit Anfang 2026 dürfen Rentner darum monatlich bis zu 2.000 Euro steuerfrei hinzuverdienen. Ein guter Plan: für den dringend benötigten Wirtschaftsaufschwung ebenso wie für arbeitswillige Ruheständler. Allerdings ist es ein Konzept nach dem Motto: Ich arbeite für mein Geld.

Ein mindestens ebenso guter – und langfristig oft deutlich komfortablerer – Ansatz lautet dagegen: Ich lasse mein Geld für mich arbeiten. Genau hier setzt die Aktien-Rente an. Politisch ist sie als Steckenpferd von Christian Lindner mit dem Aus der Ampel-Regierung zwar in der Versenkung verschwunden. Länder wie Schweden, Norwegen oder die USA zeigen jedoch seit Jahrzehnten, wie erfolgreich dieses Modell ist. Warum also nicht die Aktien-Rente selbst in die Hand nehmen? Dass Aktien langfristig mit durchschnittlichen Jahresrenditen von etwa 7 bis 10 Prozent die renditestärkste Anlageklasse sind, hat sich inzwischen auch hierzulande herumgesprochen. Ebenso die Erkenntnis, dass sich das Risiko extremer Schwankungen und Verluste durch breite Streuung auf internationale Qualitätsaktien deutlich reduzieren lässt – etwa über Unternehmen wie Coca-Cola, Microsoft, Apple, BMW, Nestlé oder McDonald’s.

Bleibt im Ruhestand allerdings eine entscheidende praktische Frage: Wie lässt sich aus Aktienvermögen trotz schwankender Kurse und unsicherer Dividenden eine zuverlässige monatliche Zusatz-Rente erzielen? Denn weder Börsenkurse noch Dividenden eignen sich für eine verlässliche Monatsplanung. Dividenden fließen nicht regelmäßig, fast nie monatlich – und können im Zweifel auch ganz ausfallen. Die Lebenshaltungskosten im Ruhestand hingegen fallen laufend und in vergleichsweise gleichbleibender Höhe an.

Die Lösung ist simpel: ein Entnahmeplan. Dabei wird aus einem soliden, breit gestreuten Fonds mit internationalen Qualitätsaktien eine feste monatliche Auszahlung vorgenommen. Aus einem Fondsvermögen von 100.000 Euro beispielsweise 500 Euro – bei Bereitschaft zu Kapitalverzehr auch ein höherer Betrag. Der festgelegte Betrag fließt pünktlich, etwa zur Monatsmitte, in stets gleicher Höhe, unabhängig von kurzfristigen Kursschwankungen oder Dividendenterminen. Fazit: Aktiv-Rente ist gut. Aktien-Rente ist besser. Mehr Informationen sowie einen Musterrechner für Ihre persönliche Aktien-Rente finden Sie unter www.iac.de/aktienrente


Mit besten Grüßen


Ihr


Wie hat Ihnen mein Kommentar gefallen?

Rating: 4.56/5 (32 Bewertungen)


Newsletter-Banner

Das könnte Sie auch interessieren:

Amazon ist heiß auf Kupfer Firmen-News 30.01.2026

Amazon Logo auf einer KupferKupfer ist als Industriemetall heiß begehrt. Der Preis hat in den letzten zwölf Monaten an der London Metal Exchange um rund 50 Prozent zugelegt. Der Grund liegt darin, dass Kupfer im KI-Zeitalter mehr und mehr benötigt wird. Schließlich ist Kupfer wichtiger Bestandteil in Kabeln, Transformatoren, Leiterplatten etc. Auch Amazon braucht immense Massen an Kupfer zum Ausbau ... mehr ...

IAC-Börsenblick 01/26 - Börsen-Ausblick 2026 IAC-Aktuell 27.01.2026

IAC-Börsenblick 01/26IAC-Börsenblick 01/26Dass der US-Präsident auch 2026 die Schlagzeilen dominieren wird, zeigen die neuesten Wirrungen rund um Grönland sowie die Unabhängigkeit der US-Notenbank FED. Wer also glaubt, das neue Jahr werde ruhiger verlaufen, der dürfte sich täuschen. Trotz aller geopolitischer Unsicherheit versuchen wir im IAC-Börsenblick ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen. zum Video...


Bayer: Hoffnung für Krebspatienten Firmen-News 12.01.2026

Bayer Logo auf einer Zeichnung einer menschlichen LungeBayer kann einen wichtigen Schritt zur Behandlung von Lungenkrebs vermelden. Das neue Krebsmedikament der Deutschen konnte einen doppelten regulatorischen Erfolg erzielen, und zwar gleich in den beiden größten Pharmamärkten der Welt. Sowohl die US-Arzneimittelbehörde FDA als auch die chinesische Behörde CDE haben dem Wirkstoff des neuen Medikaments Sevabertinib den Status... mehr ...

Depotbericht 01/2026 - Bilanz 2025 IAC-Aktuell 06.01.2026

Bilanz 2025Mit einem Plus von fast 14% erzielte unser IAC-Club-Fonds im zurückliegenden Jahr 2025 ein mehr als zufriedenstellendes Ergebnis. Unsere Freude darüber ist umso größer, weil das Börsenjahr für heimische bzw. Euro-Anleger ansonsten eher durchwachsen war. Zwar legten die Kurse europäischer Blue-Chips gezogen von den deutschen DAX-Titeln ebenfalls klar zweistellig zu. zum Depotbericht

Börsen-Bilanz 2025 IAC-Aktuell 06.01.2026

Börsen-Bilanz 2025 Börsen-Bilanz 20252025 liegt hinter uns - Zeit, Bilanz zu ziehen: KI und Trump waren die beiden wesentlichen Treiber im Börsenjahr 2025. Teils mit unterschiedlichen Vorzeichen: So endete die bereits mit Veröffentlichung von ChatGPT seit Ende 2022 andauernde Rally der US-Tech-Aktien abrupt, als Trump am 02. April im Rahmen seines „Liberation Days“ der Welt den Zollkrieg erklärte. mehr...