Zum Jahreswechsel ist Warren Buffett (im Bild rechts) bei seiner Investmentholding Berkshire Hathaway aus dem Rampenlicht ins zweite Glied zurückgetreten. Mit 95 Jahren kann man in der Tat auch etwas kürzer treten. Seinen Nachfolger Greg Abel (im Bild links) hat Buffett jahrelang behutsam aufgebaut, so dass die Übergabe des Staffelstabs reibungslos erfolgen konnte. Als Abel am 01. Januar offiziell das Amt als Konzernchef von Berkshire Hathaway übernahm, trat er in wahrlich große Fußstapfen und setzte jetzt darüber hinaus an die Investoren ein bedeutendes Zeichen. Um die Interessensgleichheit mit den Aktionären zu demonstrieren, wohl aber auch um das Vertrauen in ihn zu stärken, investierte Abel sein gesamtes Nettogehalt in Höhe von ca. 15 Millionen USD in Anteilsscheine von Berkshire Hathaway. Abel erklärte, er wollte auch künftig sein gesamtes Gehalt in Berkshire-Aktien stecken.
Fazit: Für jeden Nachfolger von Warren Buffett sind die Fußstapfen immens groß, so dass man als Nachfolger von Buffett im kritischen Investorenvergleich immer den Kürzeren ziehen wird. Seine Meriten muss man sich halt erst noch verdienen. Das kostet aber Zeit. Daher ist es verständlich, dass Greg Abel jetzt ein starkes Zeichen zu seinem Antritt setzt. Wenn der Chef schließlich sein gesamtes Gehalt in die von ihm geführte Firma steckt, dann dürfte er vom Erfolg dergleichen mehr als überzeugt sein. So gesehen begrüßen wir Abels Statement, aber auch ohne dieses sind wir weiterhin von Berkshires Erfolgskurs überzeugt.