Container-Pleite 27.03.2018

Nachdem Anleger schon in den Vorjahren regelmäßig Geld mit dubiosen Anlagemodellen für Schiffe, Immobilien und Windräder verloren haben, nun also Container. Mit rund 50.000 Geschädigten und bis zu 3,5 Milliarden Euro im Feuer könnte die jüngst verkündete P&R-Pleite gar zum größten Anlageskandal der deutschen Geschichte werden.
Für Mitleid mit den Geschädigten bleibt trotzdem wenig Raum. Sind es doch immer wieder die gleichen Gründe, warum Anleger ihr Geld in derartige Beteiligungsmodelle stecken - und am Ende verlieren: der Glaube an meist viel zu hohe und als sicher angepriesene Renditen, gepaart mit oft völligem Analphabetismus in Sachen Geldanlage. Kurz: Gier und Dummheit.
Dabei sollte man von einem Anleger, der Geld für seine Altersvorsorge investiert, erwarten können, dass er sich zuvor mit dem Thema auseinandersetzt. Die Meisten informieren sich aber erfahrungsgemäß intensiver über ihre nächste Urlaubsreise oder den Kauf einer Waschmaschine als bei der Investition fünf- und sechsstelliger Anlagebeträge. Gerade bei geschlossenen Beteiligungsmodellen, in denen man sich über Jahre bindet, ein fataler Fehler. Die Konstruktionen sind zudem meist so komplex, dass selbst Experten sie nicht durchschauen. Allerdings ist das keine Entschuldigung für die Geschädigten. Vielmehr gilt die Maxime von Warren Buffett: "Investiere nur in Dinge, die Du verstehst".
Dafür wäre es allerdings notwendig, zumindest die Grundrechenarten zu beherrschen. Ich habe in den letzten 20 Jahren mit vielen Anlegern gesprochen, die begeistert von ihrer "garantierten 8%-Rendite" bei Schiffsfonds geschwärmt haben, bevor sie dann von der Pleite überrascht wurden. Zur Klarstellung: Wer sich im Rahmen eines Beteiligungsmodells an Immobilien, Windrädern, Containern oder Schiffen beteiligt, die in den ersten Jahren aus Miet-, Charter- oder Einspeiseverträgen einen festen Ertrag abwerfen, der erhält zwar daraus über einige Jahre seine bspw. 8% Ausschüttung. Allerdings ist Ausschüttung eben nicht gleich Rendite. Denn wird bspw. ein über 10 Jahre zu 8% verchartertes Schiff nach Ablauf des Chartervertrages als gebrauchtes Schiff wieder verkauft, dann erlöst es nicht selten nur die Hälfte oder weniger des ursprünglichen Schiffs- und Beteiligungswertes.
Auf einen Anlagebetrag von ursprünglich 100.000 Euro erhält der Anleger in diesem Fall also über 10 Jahre in Summe 80.000 Euro Ausschüttung, verliert aber parallel dazu 50.000 Euro oder mehr seiner Einlage aufgrund des Wertverlustes des Schiffes. Die Rendite ist damit nicht einmal halb so hoch, wie die irrtümlich von ihm als Rendite bezeichnete Ausschüttung von 8%. Und das vor Betrachtung der meist horrenden Kosten derartiger Beteiligungsmodelle, die neben den laufenden Verwaltungskosten oft einmalige Vermittlungskosten von bis zu 15% des Anlagebetrages aufweisen.
Als Aktionär kann man angesichts derart hoher Kosten, der Komplexität der Beteiligungsmodelle, des hohen Risikos, der nicht vorhandenen Streuung sowie der meist jahrelangen Laufzeiten nur mit dem Kopf schütteln. Wofür das alles, wenn man stattdessen auch ganz simpel kostengünstig, transparent, jederzeit verfügbar und breit gestreut in die besten Firmen der Welt investieren kann? Noch dazu, wenn diese ihr Geld neben anderen Bereichen ebenfalls mit Immobilien, Schiffen, Containern oder Windrädern verdienen - und das oft noch als Weltmarktführer? Im IAC verdienen wir beispielsweise im Schiffs- und Containergeschäft über unsere Aktien der weltgrößten Reederei Maersk, im Immobiliengeschäft über unsere Aktien von McDonalds mit seinen weltweit tausenden Restaurants in 1-a-Innenstadtlagen und bei regenerativen Energien über den weltweiten Marktführer in diesem Bereich: unseren Energie-Riesen BP.
Die einzige Hürde dabei ist, dass man als Aktionär lernen muss, mit den kurzfristigen Börsenschwankungen zu leben. Die gibt es bei den dubiosen Beteiligungsmodellen natürlich nicht. Dass es sich dabei aber um eine reine Scheinsicherheit handelt, die einem nur allzuoft den überraschenden Totalverlust beschert, zeigt nach den Anlageskandalen der Vergangenheit um S&K, Prokon & Co. nun die jüngste Pleite der P&R Containergesellschaft.




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